Drachenblut

(Annika Lorenz)
Drachenblut

Saft des Lebens, heis und rot,
die Macht des Feuers in sich gefangen,
und durch ein Fünkchen Zorne drohnt,
in Freiheit zu gelangen.

Die Flammen, sie züngeln,
durchdringen die Haut,
und des Zornes mächtiger Wille,
in ihr ein wildes Wesen erbaut.

Ein Schrei entrinnt ihren bebenden Lippen,
steigt zu des Himmels Sphären empor,
und aus ihres Leibes Mitte,
bricht mit Getose ein Drache hervor.

Schon erhebt sich der mächtige Körper,
lässt zurück die menschliche Hülle,
und mit funkelnden Augen die Nacht durchdringt,
nur noch gelenkt von einem Wille.

Behende bewegt sich die Kreatur,
verdunkelt das leuchtende Firnament,
und schmerzlich Geräusche zerschneiden die Stille,
welch wahre Qualen nur sie erkennt.

Sie schliest die Augen, ruft ihn stumm,
`Schrei heraus den bitteren Schmerz,
und klage bis Anbruch des Tageslichts,
dann kehr zurück in mein sterbendes Herz !`

Die Stunden vergehn, und irgendwann,
zeigt sich am Himmel der Sonne Glut,
und er kehrt zurück in der Venen Bahn,
um wieder zu sein ihr Drachenblut.
 


 
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