Elf Kreuze

Elf Kreuze

Elf dunkle Seelen wandeln, den Schatten zu entfliehn
Die Reise wird nie enden, sie werden ewig ziehn

Elf Kreuze in der Ferne, an offnen Gräbern stehn
Ist eins davon das meine? Du wirst mich nie verstehn

Es zieht mich in die Tiefe, kann nichts dagegen tun
Ist jetzt die Zeit gekommen, um liebevoll zu ruhn?

Mein Name längst vergessen, mein Fleisch zu Staub zerfällt
Den blassen Tod im Auge, ich hab es selbst gewählt

Wenn meine Seele hastet durch dieses finstre Tal
Dann wünsch ich mir Erlösung von dieser Höllenqual

Doch ist auf meiner Reise kein Platz für Zeit und Raum
So werd ich ewig leiden, ich wünscht, es wär ein Traum

Der Schmerz, er nimmt kein Ende, kein Mensch weiß, was ich fühl
Der Wind aus Wut und Wahrheit weht über mich so kühl

Es reißen Kreaturen der Nacht mein Herz entzwei
Sie ziehen mich nach unten, mein Blut ist schwer wie Blei

Mein größter Wunsch zu sterben, er wird mir nicht erfüllt
Die Sehnsucht nach dem Ende aus tausend Kehlen brüllt

Elf Tode muss ich sterben, elfmal auch auferstehn
Erst dann kann meine Seele auf neue Reisen gehn

In dunklen kalten Nächten hörst Du vielleicht den Schrei
Zum Glück ist es mein letzter, jetzt bin ich endlich frei

(Thomas Gaßler ) 

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