Traumland…..

(Autor Stefanie Dietz)
Traumland
 
Voll Kummer und Sorgen saß ich allein
in meinem alltagsgrauen Daheim.
Da schallte die Klingel, ich öffnete die Tür-
da stand so ein kleines Wesen vor mir.
 
Es begann zu sprechen, reichte mir seine Hand:
“Komm mit, ich zeig Dir ein fernes Land.
Laß all Deine Schatten nun hinter Dir,
vergiss all Dein Leid und folge mir!“
 
Und so brachte mich dieses Wesen fort,
an einen mir seltsam bekannten Ort.
Mit Bergen und Tälern, mit Bächen und Seen,
Mit Wäldern voll Elfen, voll Zwergen und Feen.
 
Mit Bäumen,die flüstern und Blumen, die lachen,
und noch viel viel mehr eigenartiger Sachen.
Es rief mich jemand und sagte: “Hallo!
Willkommen zu Hause, mein Name ist Mo!“
 
Was ich dann erblickte, verwunderte mich.
Ich sprach doch tatsächlich mit einem Fisch!
“Kuck nicht so dumm und setz Dich hierher!
Ich erzähl Dir von meiner Heimat im Meer!“
 
So lauschte ich Mo und seinen Geschichten,
und wahrlich, er hatte viel zu berichten.
Von Meerjungfrauen und Riesenkraken,
von Schätzen und versunkenen Barken.
 
Wir lachten noch viel, ich war froh und heiter,
da ertönte die Stimme von meinem Begleiter.
“Wir müssen jetzt weiter des Weges gehen,
drum sag Deinem Freund auf Wiedersehen!“
 
So stand ich auf und verabschiedete mich,
von meinem neuen Freund Mo, dem Fisch.
Und sprach zu dem Wesen, das neben mir stand:
“Fürwahr, dies ist ein seltsames Land.“
 
Wir zogen an Burgen und Schlössern entlang,
und hörten von tausend Stimmen Gesang.
Ich sah Katzen mit Mäusen spazieren gehen,
und Schneemänner in der Sonne stehen.
 
Adler die sanft ihre Kreise zogen,
darüber ein goldener Regenbogen.
Und vor uns ein Fluß mit tosendem Nass,
von Ufer zu Ufer ne Brücke aus Glas.
 
Ein Zauberer kam uns pfeifend entgegen,
lies Sterne auf uns hernieder regnen.
Ein Schmetterling hob sie alle auf,
und brachte sie wieder zum Himmel rauf.
 
Ich wollte noch Stunden so weitergehen,
doch das kleine Wesen blieb plötzlich stehen.
Und zeigte auf eine Höhle im Berg,
bewacht von nem Riesen und einem Zwerg.
 
Da rief der Zwerg:Nun beeilt euch schon!
Er wartet schon drinnen auf seinem Thron!“
Ich dachte mir nur `wer mag das wohl sein?`
und so gingen wir in die Höhle hinein.
 
Drinnen blieb ich zuerst einmal stehen,
ich hatte noch nie etwas schön´res gesehen!
Ich fühlte mich jenseits von Raum und Zeit,
eine Märchenwelt wurde Wirklichkeit.
 
Diamanten, Rubine an allen Wänden,
ein funkeln und glitzern an allen Enden.
Und von oben stürzte ein Wasserfall,
hinab in nen silbernen See aus Kristall.
 
In der Mitte des See´s ein seltsam Quartett,
vier fliegende Fische tanzten Ballett.
Und Austern und Muscheln, das war der Clou,
die spielten die passende Musik dazu.
 
Ein Baum versprühte aus seinen Zweigen,
ein Feuerwerk zu buntem Reigen.
In allen Farben die Funken stoben
dann glitten sie sanft hinab zum Boden.
 
Kaum war es vorbei mit der Farbenpracht,
da wurde ein Einhorn herbei gebracht.
Es berührte den Baum mit seinem Horm,
und das Feuerwerk sprühte wieder von vorn.
 
Auf ewig wollte ich hier stehen,
doch schließlich mußten wir weitergehen.
Und kamen, wie sollte es anders sein
zu einer Wendeltreppe aus Stein.
 
Ich ging hinauf, grad wie im Traum
und kam in einen anderen Raum.
Dort sah ich als erstes an der Wand,
nen riesigen Teppich aus purpurnem Samt.
 
Dann hörte ich eine Stimme sagen:
“Komm her ich hab Antwort auf all Deine Fragen!“
Ich blickte nach rechts und da lag er schon:
Ein riesiger Drache auf seinem Thron!
 
Mit Schuppen so schwarz wie die dunkelste Nacht,
und Augen als wärn sie aus Bernstein gemacht.
Tief blickt´ich hinein und entdeckte sofort,
das Wissen von tausend Jahren lag dort.
 
Ich fragte:“Wo bin ich, wie kam ich hierher?“
“Fällt Dir die Antwort denn so schwer?
Vor vielen Jahren warst Du täglich mein Gast,
kanns sein, daß Du alles vergessen hast?
 
Blick tief in Dein Herz und erinnere Dich…“
Ich tat wie befohlen, ging ganz tief in mich.
Dann fühlte ich etwas, ja konnte es sein?
Und plötzlich fiel mir wieder alles ein.
 
Das Land in dem ich mich befand,
war mir seit langen schon bekannt.
Hier hab ich gesungen, getanzt und gelacht,
die halbe Kinderzeit verbracht.
 
Fast täglich fand ich mich hier ein,
hier konnt ich immer glücklich sein.
ich war, und freute mich wie noch nie,
zurück im Land der Fantasie!
 
Ich sah nach links, da merkte ich,
das kleine Wesen, das war ja ich!
Es reichte noch zwinkernd mir die Hand,
bevor es vor meinen Augen verschwand.
 
Der alte Drache lächelte heiter:
“Du siehst, die Kinderzeit lebt weiter!
Verschließe nie Dein Herz davor,
sonst bist Du nur ein alter Thor!
 
Doch wie ich seh´Du hattest Glück,
komm jeder Zeit hierher zurück.
Lass Sorgen einfach Sorgen sein,
komm her und fühl Dich wie daheim!“
 
Ich fühlte mich auf Wolke sieben,
aller Kummer ward vertrieben.
Der alte Drache hatte recht,
und geht es Dir auch noch so schlecht…
 
..Vergiss nie Deine Kinderzeit,
sie hilft Dir bei so manchem Leid.
Und so kam´s mir gleich in den Sinn:
`Da geh ich morgen wieder hin!`
 
Nun bin ich ständig, ich kann´s ruhig sagen,
zu Gast im Land aus Kindertagen.
Und fühl mich richtig “glückelich“
bei Einhorn, Drache und Mo- dem Fisch!
 
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3 Antworten zu Traumland…..

  1. bin schreibt:

     Toll … Klasse … Phänomenal … wie Du das immer wieder schaffst mich zu beeindrucken,
    ist schon eine Sache für sich …
    wie machst Du das nur?!
    Liebe Grüße v. sanftenBiest …

  2. bin schreibt:

    http://www.onlyfriends.de/sanftesBiest_427270.htm 
     
    Hallo Avalon
    Wie ich das auf meinem Space bekommen soll ist mir ein Rätzel …
    kannst Du mir dabei helfen?
    Ich weiß noch nicht, wie man das macht …
    L.G. v. sanftesBiest …
     

  3. Monika schreibt:

    das gedicht von stefanie super präsentiert…ein bravo auch hier nochmals der autorinwie auch der präsentation….lieben grußmonika

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