Die Geisterstunde

 
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(Thomas von Katzberg)
Die Geisterstunde
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Schlage zwölf zur mitternächtlich Stunde,
ertönen Schritte in des Schloss-Saals Runde
schemenhaft erwacht das nächtlich Leben,
mit dem gruseligen Geistersegen.
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Schritte stampfen durch die leeren Hallen,
klirrend hört man schwere Ketten fallen,
Stöhnen dringt nun schaurig durch den Saal,
jedoch kein Echo findet man im Rittersaal.
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Ächzend schleppt ein keuchend Schatten sich,
von der Halle zu der Treppe durch das Kerzenlicht,
knarrend schwebt er nun die große Treppe rauf,
verbreitend nicht, der kleinsten Lüfte Hauch.
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Weiter schwebt das Schemen zu der Galerie,
Bilder funkeln wie aus menschlicher Phobie,
unaufhaltsam geht der Schatten durch die Wand,
nicht findend auch geringsten Widerstand.
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Langsam macht der Geist die große Runde,
denn im Schloss ist jetzt Gespensterstunde,
von zwölf Uhr bis um eins exakt genau,
dauert nun im Schloss der groß Radau.
 
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Ein altes Cembalo lässt Menuett erklingen,
als wollte man im Saal das Tanzbein schwingen,
man hört die Schritte von den tanzend Paaren,
doch die Augen können sichtlich nichts erfahren.
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In des Schlosses großem kühlen Rittersaale,
wird nun aufgetragen zu dem sonderbaren Mahle,
Speisen auf den langen großen Tafeltisch,
doch zu setzen scheint wohl niemand sich.
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Becher klingen in dem geisterhaft Geschehen,
doch niemand scheint im Raume wohl zu gehen,
auch die Speisen dampfend und recht heiß,
verschwinden langsam von der Geisterspeis.
 
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Seltsam mundet wohl das Schlossgeschehen,
Festlichkeit die niemand kann wohl sehen,
nur die Geister sind zur Stunde zugelassen,
der Mensch muss wohl vom Essen lassen.
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So verrinnt die Zeit nun wie im Fluge,
doch plötzlich schlägt die Glocke eins,
verschwunden ist des Spukes Nebel,
von denen, die gewesen Menschen einst.
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